Haptikus

Umsetzung naturwissenschaftlicher Lerninhalte in greifbare Kunstobjekte – Schüler und Lehrer kreieren gemeinsam mit dem Bildhauer Timothy Mark Objekte zur Verkörperung komplexen Wissens.

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Mit unserem Gemeinschaftsprojekt „HAPTIKUS – Gemeinschaft begreifen und Begeisterung erleben“ wollen wir folgende vier Ziele erreichen:

1. Das Begreifen (Lernen, Verstehen) durch „Begreifen“ (im Sinne von Ertasten und Erfassen) fördern, um Kinder mit motorisch-haptischem Lerntyp zu unterstützen, den Wissenserwerb zu fördern und gemeinschaftliche Erfolgserlebnisse zu schaffen.
2. Leichteres Lernen und Nachhaltigkeit: die Lerninhalte werden durch die kombinierte haptisch-kognitive Aktivierung des Gehirns schneller und leichter aufgenommen und bleiben nachhaltig verfügbar. Dies führt auch zur besseren und wirksamen Integration lernschwache Kindern oder von Kindern mit anderen Muttersprachen.
3. Freude und Begeisterung für das Lernen wecken: durch die Verwendung von neuen Medien, Aufgabenstellungen, die gemeinsam in der Gruppe oder Themen, die außerhalb des Klassenzimmers z.B. im Außenbereich der Schulen gelöst werden können, wird den Kindern Abwechslung im Lernalltag geboten, sowie Freude und Begeisterung am Lernen sowie gezielt neue Lernzugänge geschaffen.
4. Durch die gemeinsame Arbeit an und mit Texten und Kunstwerken ein Gefühl der Gemeinschaft und Verbundenheit unter allen Beteiligten – einen gemeinsamen „Spirit“- entfachen, der unabhängig von der Herkunft der Kinder und Eltern alle Beteiligten verbindet und einander näherbringt.

 

Wie kann unser Projekt diese Ziele erreichen:

Wir orientieren uns in diesem Projekt an aktuellen Erkenntnissen der Didaktik-Forschung und bedienen uns emotional aktivierender Methoden zum Erwerb von Kompetenzen. Haptische Elemente und gemeinsame (Erfolgs-) Erlebnisse initiieren emotional angestoßene Lernprozesse, schaffen Begeisterung und bewirken durch die Aktivierung vieler Hirn- Areale sowohl mehr Nachhaltigkeit als auch ein tieferes Verständnis durch assoziative Brücken. Dadurch können insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit anderen Muttersprachen gute Lernerfolge erzielt werden, da Sinnbrücken in die bisherige Realitätskonstruktion entstehen.
Direktion, Elternvereine und Lehrerschaft von VS und NMS stehen mit Begeisterung hinter diesem Projekt und planen bereits eine verbindliche Integration in den Lehrplan des Schuljahres 2018/2019. Zusätzlich unterstützen Vertreter der Gemeinde und der lokalen Wirtschaft das Projekt.

a. Modul 1 – sprachliche Kompetenz: die Leseförderung erfolgt durch Quizfragen zu gelesenen Büchern über das Antolin-System, in dem aktuell eine Fülle von Kinder- und Jugendbüchern erfasst sind. Die Schüler suchen sich in der Bücherei ein Buch aus und lesen das Buch zu Hause mit den Eltern oder gemeinsam in der Schule. Nach Abschluss geht’s zum Tablet, Smartphone oder PC. Buchtitel eintippen, Quiz starten, Antwort antippen und mit den richtigen Antworten viele Punkte sammeln. Auf diese Weise wird das Gelesene mit Hilfe neuer Medien spielerisch in Erinnerung gerufen und auf Verständnis, gemerkten Inhalt und Sprachfähigkeiten bewertet. Der Einsatz von Tablets im Rahmen des Projektes dient dazu, gezielt Eltern die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit dieser Lernmethodik zu erlauben, die hierzu aktuell nicht die Möglichkeit haben. Verstärkt wird die Integration der Eltern durch regelmäßige Eltern Cafés.
b. Modul 2 – gestalterische Kompetenz: Schüler gestalten und erschaffen gemeinsam mit einem bildenden Künstler eine Skulptur mit (Sitz-)Elementen für einen „Storytellingkreis“ im öffentlichen Raum zwischen der VS und der NMS. Auch Lehrer und Eltern machen mit. Der Platz mit den Objekten wird zu einem Ort der Begegnung, des gemeinschaftlichen Gestaltens, der Kreativität und der Kommunikation. Durch die Bearbeitung verschiedener Werkstoffe (Holz, Beton, Metall) wird ein intuitives Verständnis über die Eigenschaften von Materialien geschaffen.
c. Modul 3 – naturwissenschaftliche (MINT) Kompetenz: Die Schüler erarbeiten sich ein tieferes und intuitives Verständnis (=Begreifen) von Inhalten aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik durch Umsetzung der Inhalte in 3D-Objekte und Kunstwerke oder durch Verwendung von Technik und neuen Medien.

Spezielle Aktivitäten zur Förderung der Gemeinschaftlichkeit und des (interkulturellen) Verständnisses:
a. In der Schule: zwischen SchülerInnen und LehrerInnen, aber auch breiter gefasst zu den Eltern oder Gemeindebürgern durch gemeinsames Arbeiten an den Kunstobjekten oder Elterncafes zum Wissens- und Erfahrungsaustausch z.B. im Bereich der Leseförderung.
b. Schulübergreifend: da die VS Hausmannstätten und die NMS Hausmannstätten im Schuljahr 2018/19 eine gemeinsame Schulleitung bekommen, lässt sich die Verbundenheit und Gemeinsamkeit zwischen VS und NMS verstärken, indem die zwischen den beiden Schulgebäuden bestehende Begegnungszone Teil unseres Projektraumes wird und in diesem Symbole für diese Gemeinsamkeit geschaffen werden.
c. Regional: Kommunal werden verschiedene Akteure wie Schulen, Gemeindebibliothek, Gemeinde, Elternvereine und Unternehmen im Ort eingebunden
d. Inklusion: Die Wahl der VS/NMS Hausmannstätten erfolgte auch unter dem Aspekt, dass es hier mehrere Inklusionsklassen gibt. Die Einbindung von Menschen mit Besonderheiten erfolgt konsequent, insbesondere aber durch die Weitergabe von Wissen zu den speziellen Möglichkeiten neuer Medien. Die Schüler werden dieses Wissen zur Gestaltung eines Stop-Motion-Films nützen.
e. Projektgemeinschaft: Die Gemeinschaft dieses Projektes wird vom Verständnis getragen, dass die Leistungen von Rotary ergänzend zu denen der Projektpartner sind. VS/NMS mit Elternvereinen und Gemeinden beteiligen sich u.a. durch Arbeitsstunden, der Bereitstellung von Basisausstattung, Durchführung von Veranstaltungen – insbesondere mit Eltern, Bereitstellung öffentlicher Flächen und die Gestaltung des öffentlichen Raumes.

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